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Ausgewählte Texte zu meinen Arbeiten | Gedanken zum Arbeiten mit Kunst (Das Öffentliche formiert sich neu) zitiert aus "Die Parzellierung des öffentlichen Raums oder Kunst als sozialer Kitt?" Monika Wagner, Vortragsmanuscript 2007, veröffentlicht im Internet (...) Statt zentraler Orte und Räume gewinnen Dezentralität und Vernetzungen, statt fixierter Ereignisse und der Erfahrung von Dauer gewinnen Prozessualität und Temporalität an Bedeutung. Im Kontext dieser Veränderungen generiert sich auch der öffentliche Raum in veränderter Form. (...) Ein „Verschwimmen des Öffentlichen [zeichnet sich] ab, etwa durch die private Kontrolle öffentlicher Bereiche oder die Verflechtung von privat und öffentlich (...) in den Weiten des Internets. Darüber hinaus lässt sich eine Parzellierung des öffentlichen Raums feststellen, der monofunktionalen Nutzungen zugeführt wird (Verkehr Konsum Wohnen in Gated Communities). Damit stellt sich die Frage, welche Rolle die bildenden Künste bei der Markierung des öffentlichen Raums übernehmen. (...) Um die Veränderung der Vorstellungen von Öffentlichkeit und dem, was die Öffentlichkeit der Kunst sei zu charakterisieren, ist es hilfreich (...) öffentliche Funktionen von historischen Kunstwerken zu beleuchten. (...) Dazu gehört festzustellen, wer den öffentlichen Raum markiert und wer sich über diese Markierungen Bedeutung (oder Identität) zu verschaffen vermag. Die wichtigste Markierung des öffentlichen Raums war Jahrhunderte lang das Porträt des Herrschers. Das Denkmal des Herrschers verkörperte die Gemeinschaft aller in seinem Herrschaftsbereich lebender Menschen unabhängig davon, ob die konkreten Personen dies wünschten oder nicht. Die Skulptur des Herrschers definierte den öffentlichen Raum als einen konkreten Ort, der durch staatliche Herrschaft zusammengehaltenen Gemeinschaft. (...) Derartige auf Dauer (...) angelegten Herrscherdenkmäler wurden in der Französischen Revolution vielerorts zerstört und fielen den Spitzhacken zum Opfer. Auf den städtischen Plätzen traten an die Stelle der Königsmonumente (...)Sculpturen, die (...) nicht mehr das Königtum in Gestalt des Herrschers repräsentierten, sondern neue Gemeinschaftsideale, häufig die Personifikation der Freiheit, die Liberté, als gemeinsamen Nenner der Republik. (...) Für die neue Regierung mit ihrem egalitären Anspruch (der sich jedoch keineswegs auf alle Menschen (...) bezog), war es relevant, dass dieses neue Körperbild ein abstraktes, ein verallgemeinertes war, keines einer konkreten Person. (...) Für derartige Abstrakta wie die Freiheit oder auch die Gleichheit war das weibliche Körperbild signifikant, weil keine Verwechselungen mit Repräsentanten realer Institutionen möglich waren. (...) Zu den Strategien in pluralistischen Gesellschaften öffentliche Räume im Namen einzelner Teilöffentlichkeiten zu beanspruchen und zu legitimieren, zählt u. a. die Herstellung von Partizipation. Diese Beteiligungsstrategien können sehr unterschiedlich aussehen, aber sie alle richten sich darauf, öffentliche Räume für die Konstituierung von fluktuierenden Teilöffentlichkeiten zu nutzen und dank der Gruppierung gewissermaßen viele private Anliegen, Verhaltensweisen oder Meinungen zu öffentlichen zu machen. (...) Mit diesen Gemeinschaftsstiftungen durch Partizipation (...) lassen sich Ereignisse von nationalem oder globalem Ausmaß herunter brechen auf die persönliche Ebene. Der öffentliche Raum wird (...) parzelliert und in Erinnerungs- oder Handlungsräumen der Individuen wird das Persönliche zu einer öffentlichen Angelegenheit. zitiert aus Die Parzellierung des öffentlichen Raums oder Kunst als sozialer Kitt? Monika Wagner, Vortragsmanuscript 2007, veröffentlicht im Internet |
Kontextuale Malerei, 130cm x 130 cm Moment 1.1 Erlebnisraum 2006
Moment 1.2 in Jülchendorf 2006 Kontextuale Fotografie Aperspektive Bewegung 2007 Aperspektive Räume 2011 |